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12.7.2010

Verkehrsfreigabe der Hauptstraße in Niederwalluf von der Johannisbrunnenstraße bis zur Gemarkungsgrenze WI-Schierstein im Zuge der Kreisstraße 638

Nach gut einjähriger Bauzeit sind die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Kreisstraße 638 in Niederwalluf nunmehr abgeschlossen.
Die Durchführung der Maßnahme, die im Mai letzten Jahres begonnen wurde, gliederte sich dabei in zwei Bauabschnitte.
 
1. Ausbau der Ortsdurchfahrt

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Niederwalluf erstreckt sich von der Johannisbrunnenstraße bis zum Johannisfeld und ist vom Rheingau-Taunus-Kreis und der Gemeinde Walluf unter Mitfinanzierung durch das Land Hessen erneuert worden.

Mit dieser Maßnahme konnte ein orts- und verkehrsgerechter Ausbau für alle Verkehrsteilnehmer umgesetzt werden. Den Fußgängern und den Radfahrern wurde entlang der neuen Straße mehr Platz gegeben. Rand- und Grünbereiche wurden ebenfalls neu angelegt.


2. Ausbau zwischen Johannisfeld und Gemarkungsgrenze WI-Schierstein

Der weitere Bauabschnitt zwischen Johannisfeld und der Gemarkungsgrenze WI-Schierstein ist unter Federführung des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen gemeinsam mit dem Rheingau-Taunus-Kreis und der Gemeinde Walluf ausgebaut worden. Bestandteil dieser Maßnahme sind insbesondere die notwendigen bautechnischen Schutzmaßnahmen für das Wasserwerk WI-Schierstein, die noch von der Bundesrepublik Deutschland als ehemaligen Baulastträger der B 42 kostenmäßig übernommen wurden, und die orts- und verkehrsgerechte Umgestaltung des Straßenraumes, die vom Rheingau-Taunus-Kreis und der Gemeinde Walluf getragen wurden.

Zur Ableitung des Oberflächenwassers ist im Zuge der Kreisstraße und der Gemeindestraße "Johannisfeld" von der Gemarkungsgrenze WI-Schierstein bis in die Rhein-auen eine Kanalleitung mit einer Gesamtlänge von insgesamt 1020 m gebaut worden. Diese Kanalleitung ist mit einem Schieberbauwerk ausgestattet, welches im Havarie-fall verhindert, dass belastetes Oberflächenwasser in die Rheinauen gelangt.

Wie bereits zuvor erwähnt, ist im Zusammenhang mit den durchgeführten Wasserschutzmaßnahmen auch gleichzeitig der Straßenraum umgestaltet worden. Südlich und nördlich der Kreisstraße sind zur sicheren Führung der Radfahrer und Fußgänger ausreichend breite Rad- und Gehwege angelegt worden, wobei der südliche Rad- und Gehweg nach Realisierung des noch ausstehenden letzten Bauabschnittes eine Ver-bindung bis nach WI-Schierstein erhalten wird.
Zur sicheren Querung von Radfahrern und Fußgängern ist in der Nähe des Eingangsbereichs zum Friedhof ein Fahrbahnteiler gebaut worden.
Entlang des Friedhofes sind zusätzlich Parkstände entstanden, die zur besseren Einpassung in das örtliche Umfeld durch Baumscheiben gegliedert sind.
Im unmittelbaren Eingangsbereich des Friedhofs sind in diesem Zusammenhang zwei Behindertenparkplätze ausgewiesen worden.
Auch in den angrenzenden Querungsbereichen und im Bereich der Bushaltestellen ist auf eine behindertengerechte und bürgerfreundliche Ausstattung besonders geachtet worden.
In der gesamten Ortslage sind zur Gliederung des Straßenraums und zur Abgrenzung von Parkständen Grünbereiche entstanden, die zu einer wesentliche Verbesserung der Aufenthaltsfunktion beitragen.

Im Ortseingangsbereich wurde die Einmündung der Unteren Martinsthaler Straße zu einer Kreisverkehrsanlage umgestaltet.
Damit ist die Ortseinfahrt der ältesten Weinbaugemeinde, die auch gleichzeitig als Pforte des Rheingaus bezeichnet wird, besser zu erkennen und es werden gleichzeitig auch die Fahrgeschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer positiv beeinflusst.
Dies wird unterstützt durch die Gestaltung der Kreisinsel mit einer trocken verlegten Weinbergsmauer sowie der vorgenommenen Modellierung des aufgeschütteten Erdhügels und der aufgestellten Weinkelter.
Im Zusammenhang mit dem Umbau der Einmündung zu einem Kreisverkehr ist auch der weitere Abschnitt der Unteren Martinsthaler Straße in die Ausbaumaßnahme bis zum Anschluss des Verbrauchermarktes mit einbezogen worden.
Auf beiden Seiten dieser Straße sind bis zum Ausbauende Rad- und Gehwege angelegt worden.
Sowohl im Bereich des Kreisverkehrs als auch unterhalb der Schönen Aussicht gibt es zur sicheren Kreuzung der Radfahrer und Fußgänger entsprechende Querungshilfen.
Damit verbessert sich in diesem Bereich insbesondere die Situation für Radfahrer und Fußgänger, was wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt.


Gesamtmaßnahme

In beiden Bauabschnitten wurden darüber hinaus zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt und auf der gesamten Ausbaustrecke die Straßenbeleuchtung erneuert.

Durch den Umfang der durchzuführenden Maßnahmen und die gegebenen örtliche Verhältnisse musste mit halbseitiger Sperrung aber auch teilweise unter Vollsperrung gearbeitet werden. Die Verkehrsumleitungen erfolgten bei Vollsperrung großräumig über das klassifizierte Straßennetz sowie innerörtlich über vorhandene Ortsstraßen.
Der Anlieger- und Lieferverkehr musste aufrecht erhalten werden, was auch mit Einschränkungen auf beiden Seiten gelang.

Die Gesamtkosten der beiden Bauabschnitte belaufen sich auf ca. 4.918.000.-Euro.
Davon übernimmt die Bundesrepublik Deutschland für die durchgeführten Wasserschutzmaßnahmen Kosten in Höhe von ca. 2.200.000.-Euro.

Der Kostenumfang für den Rheingau-Taunus-Kreis beträgt insgesamt ca. 1.375.000.-Euro.
Die Kosten für die Gemeinde Walluf betragen ca. 1.343.000.-Euro.

Für den Ausbau der Fahrbahn, der Rad- und Gehwege und der Kreisverkehrsanlage erhält der Rheingau-Taunus-Kreis vom Land Hessen eine Zuwendung in Höhe von ca. 980.000.-Euro.
Auch die Gemeinde Walluf erhält vom Land Hessen für den Ausbau der Gehwege, der Parkstreifen, der Kreisverkehrsanlage und der Unteren Martinsthaler Straße Zuwendungen in Höhe von ca. 325.000.-Euro.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die umfangreichen Bauarbeiten in einem straffen Zeitfenster umgesetzt worden sind. Die veranschlagte Bauzeit konnte trotz einer lang anhaltenden Frostperiode eingehalten werden. Ein besonderer Dank dafür gilt den beiden bauausführende Firmen.

Mit dem jetzt erfolgten Ausbau und der Verkehrsfreigabe geht ein jahrelanges Warten auf die Durchführung der Schutzmaßnahmen für das Wasserwerk WI-Schierstein und die damit verbundene Umgestaltung der Kreisstraße im Bereich der Ortslage Niederwalluf zu Ende.
Auch wenn die Baumpflanzungen erst im kommenden Herbst folgen, kann man sicherlich bereits heute von einer gelungenen Straßenumgestaltung der Hauptstraße sprechen. Die Ortsdurchfahrt und die Ortslage Niederwalluf wird dadurch lebenswerter und der Straßenverkehr wieder ein Stück sicherer.

Der Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch die Baumaßnahme betroffen waren und die laufenden Bauarbeiten trotz zeitweiliger Erschwernisse mit Verständnis begleitet haben.
Darüber hinaus gilt der Dank auch allen Beteiligten, die zur Umsetzung dieses Projektes beigetragen haben.


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