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27.9.2010

Hessen Forst - Pressemitteilung

Die landesweite Informationskampagne ?Richtig Heizen mit Holz? klärt auf
 
Heizen mit Holz steht voll im Trend. Die wohlige Wärme eines Holzofens oder der kos-teneffiziente Betrieb einer Holzzentralheizung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand: Holz speichert Sonnenenergie und mit Hilfe moderner Heizungstechnologien wird Holz zu einem umweltfreundlichen Wärmespender. Hinzu kommt ein weiterer Pluspunkt zum Wohle der Umwelt: Holz ist meistens vor Ort verfügbar und muss nicht, wie etwa Öl oder Gas, über weite Strecken zu den Verbrauchern transportiert werden. Die Energieerzeugung mit Holz, insbeson-dere Wärme, leistet einen großen Beitrag im Rahmen des Klimaschutzes.

Die landesweite Informationskampagne ?Richtig Heizen mit Holz? informiert in allen hessischen Landkreisen über die gesetzliche Neuregelung für den Betrieb von holzbe-feuerten Kaminöfen und Holzzentralheizungen. Darüber hinaus werden Tipps für den kostengünstigen Betrieb von Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, wie Kachelöfen oder Heizkamine, und holzbefeuerte Zentralheizungen ab 4 Kilowatt Feue-rungswärmleistung sowie den richtigen Umgang mit Holzbrennstoffen gegeben.

Seit dem 22.03.2010 bestehen neue gesetzliche Anforderungen an holzbefeuerte Wärmeerzeuger. Die neue erste Bundesimmissionsschutzverordnung, auch Kleinfeu-erstättenverordnung genannt, regelt, unter welchen Bedingungen kleinere und mittlere Gas-, Öl-, Kohle- oder Holzheizungen aufgestellt und betrieben werden dürfen. Grenz-werte legen fest, wie viele Schadstoffe entweichen dürfen. Des Weiteren gibt die Ver-ordnung Aufschluss über die zugelassenen Brennstoffe. Auch ist klar geregelt, wie oft und in welchem Umfang eine Anlage aus Immissionsschutzgründen überwacht werden muss.

Durch die gesetzlichen Änderungen wird den Erwartungen an einen zeitgemäßen Emissionsschutz Rechnung getragen. Das Gesamtkonzept der Novelle betrifft sowohl neue wie auch bestehende Feuerungsanlagen. Die im Handel erhältlichen ?neuen? Heizsysteme müssen seit dem Inkrafttreten der Verordnung die geforderten Abgas-grenzwerte erfüllen. Bestehende Anlagen sollen ebenfalls diese Grenzwerte einhalten. Für Bestandsanlagen werden die Abgasgrenzwerte im Rahmen einer Übergangsrege-lung stufenweise angepasst. Hierfür sind drei Übergangsfristen - in Abhängigkeit des Errichtungsjahres der jeweiligen Anlage - bis Ende 2024 vorgesehen.

Fachkundige Referenten klären über den Brennstoff Holz und die Inhalte der ?Kleinfeu-erstättenverordnung? auf. Die Informationsabende werden in allen hessischen Land-kreisen angeboten. Die nächsten Veranstaltungen finden in Geisenheim am 3. Novem-ber 2010, 19.00 Uhr, Domzentrum-Germaniasaal, Bischof-Blum-Platz 2 bzw. am 9. November 2010, 19.00 Uhr, Bürgerhaus, Hautvillers-Platz 1 in Kiedrich statt. Nähere Auskünfte erhalten Sie im Internet auf www.hero-hessen.de und www.hessen-forst.de.

Insgesamt wurden in Hessen im Jahr 2008 rund 5.700 Gigawattstunden regenerative Energie aus biogenen Festbrennstoffen, wie Holz, erzeugt. Mit 92 Prozent an der Energiebereitstellung macht die Wärmeerzeugung den Löwenanteil aus. Hierbei spielt die Wärmeerzeugung mit Scheitholz, Holzpellets und Holzhackschnitzel in den privaten Haushalten eine zentrale Rolle. Ihr Anteil beträgt 60 Prozent an der Wärmeenergieer-zeugung mit biogenen Festbrennstoffen.

Die landesweite Informationskampagne ?Richtig Heizen mit Holz? ist ein Kooperations-projekt des Landesinnungsverbandes des hessischen Schornsteinfegerhandwerks, des Landesbetriebs Hessen- Forst, des Kompetenzzentrums HessenRohstoffe (HeRo) e.V. und der naturkraft-region - Bioenergieregion Hersfeld-Rotenburg / Schwalm-Eder -.




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