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21.2.2011

Kosten der notwendigen Maßnahmen für eine Wiederinbetriebnahme der Turnhalle in der Mühlstraße wurden seriös ermittelt

Beratung im Ausschuss wurde vertagt
 
"Ich halte es schon für bemerkenswert, wenn auf der einen Seite die notwenige Beratung im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt aufgrund eines Antrages einer Fraktion vertagt wird, dann auf der anderen Seite die gleiche Fraktion gegenüber der Presse äußert, dass die alte Turnhalle kostengünstiger zu sanieren sei", so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt vom 09.02.2011 habe die BVW-Fraktion beantragt, diesen Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung der Sitzung zu streichen und diesen in einer Sondersitzung zu behandeln. Gleichzeitig sei beantragt worden, die vorliegenden Gutachten aufzubereiten, damit besser erkennbar werde, welche Investitionen bzw. Reparaturen notwendig wären, um die Halle schnellstmöglich für die Öffentlichkeit unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und den gesetzlichen Vorgaben nutzbar zu machen. "Begründet wurde dieser Vertagungsantrag damit, dass die Zeit für eine intensive Befassung mit den vorliegenden Gutachten zu kurz gewesen sei", so der Wallufer Bürgermeister.

Für diese Vorgehensweise habe er durchaus Verständnis. Wenn aber die gleiche Fraktion sich nunmehr pauschal in der Presse dahingehend äußere, dass die Sanierung der Turnhalle kostengünstiger erfolgen könne, so könnten Zweifel am Willen für eine ernsthafte Beratung dieses wichtigen Themas aufkommen.

"Damit wird klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man den Ergebnissen der vorliegenden Gutachten keinen Glauben schenken möchte. Dies halte ich schon für sehr problematisch, wenn man sich angeblich noch nicht intensiv genug mit diesen Gutachten beschäftigt hat. Weiterhin wird dem Gemeindevorstand mehr oder weniger indirekt unterstellt, dass er mit dem Nutzungsverbot für die Turnhalle vorschnell und nicht angemessen reagiert habe. Diesem Eindruck trete ich als Vorsitzender des Gemeindevorstandes im Namen dieses Gremiums mit aller Entschiedenheit entgegen", so Manfred Kohl.

Das im August des vergangenen Jahres verhängte Nutzungsverbot sei unumgänglich gewesen, nachdem sowohl ein Sachverständiger als auch die Bauaufsicht beim Rheingau-Taunus-Kreis aufgrund bestehender sicherheitsrelevanter Mängel dringend von einer weiteren Nutzung abgeraten hätten, bis diese Mängel behoben wären.

"In Kenntnis dieser Situation wäre eine weitere Nutzung der Halle unverantwortlich gewesen. Dem Gemeindevorstand blieb daher gar keine andere Möglichkeit, als ein Nutzungsverbot auszusprechen", so Kohl.

Auf der einen Seite fordere man, dass die Halle schnellstmöglich wieder nutzbar gemacht werden solle, auf der anderen Seite würden Vertagungsanträge gestellt. Dies könne zumindest als etwas widersprüchlich gesehen werden, zumal in der Vorlage des Gemeindevorstandes klar aufgezeigt worden sei, welche Maßnahmen für eine Nutzung der Halle unverzichtbar seien.

"Ich möchte diese Vorgehensweise gar nicht weiter kommentieren. Aber die beschlossene Vertagung hat auf jeden Fall zur Folge, dass sich die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag nicht mit diesem wichtigen Thema befassen wird. Also wird es wahrscheinlich erst in der neuen Legislaturperiode zu einer Entscheidung kommen", so Manfred Kohl abschließend.



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