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26.7.2011

Im Einsatzfall stellen die alten Ortskerne für Feuerwehren und Rettungsdienste kaum lösbare Probleme dar

Wallufer Bürgermeister ruft Autofahrer zu umsichtigem Verhalten auf
 
Am vergangenen Sonntagnachmittag wurden bereits zum 8. Male Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen der beiden Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt. In der Vergangenheit habe sich mehrfach gezeigt, dass diese Rundfahrten deutlich machten, dass es in zahlreichen Straßenzügen Engstellen gebe, die im Einsatzfalle sowohl für die Rettungsdienste als auch für die Feuerwehren zu erheblichen Schwierigkeiten führen könnten. ?Gerade in den alten Ortskernen stellen die geringen Fahrbahnbreiten Risiken und Gefahrenmomente bei einem Einsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste dar, wenn diese engen Straßen durch parkende Fahrzeuge noch weiter verengt werden?, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl nach der turnusmäßig durchgeführten Rundfahrt.

Erstmals nahm auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Franz Horne, an den Rundfahrten teil. ?Als PKW-Fahrer hat man eine ganz andere Sicht. Wenn man einmal mit einem Großfahrzeug der Feuerwehren mitgefahren ist, dann erkennt man sehr deutlich, wo die Problemstellen im Einsatzfall liegen?, so Franz Horne.

Auch wenn am vergangenen Sonntag im alten Dorfgebiet des Gemeindeteils Niederwalluf erfreulicherweise keine Beanstandungen festzustellen gewesen wären, so dürfe dies nicht täuschen, denn leider sei es oftmals anders. ?Die Rundfahrt vom Sonntag war lediglich eine Momentaufnahme und spiegelte den Normalfall nicht wider. Das nasse und feuchte Wetter trug dazu bei.
In den Abendstunden und an den Wochenenden zeigtt sich die Situation im alten Ortskern und am Rheinufer oft anders. Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit der Autofahrer führen dazu, dass für die Feuerwehren und für die Rettungsdienste im Ernstfall kein Durchkommen mehr möglich ist. Die Einführung des Bewohnerparkens hat auch hier positive Entwicklungen mit sich gebracht?, so Bürgermeister Manfred Kohl. Unabhängig davon würde im Bereich der Schrägrampe am La Londe Platz eine Neuordnung der Halteverbotsregelung erfolgen. Damit solle sichergestellt werdne, dass das Feuerwehrboot hier zu Wasser gelassen werden könne.

Nach wie vor gibt es leider Autofahrer, denen ihre Bequemlichkeit wichtiger ist, als die Sicherheit ihrer Mitmenschen. Aber für den Fall, dass es hierdurch zu zeitlichen Verzögerungen bei Einsätzen der Feuerwehren und Rettungsdienste kommt, sind diese Unbelehrbaren die Ersten, die Kritik an den Feuerwehren und Rettungsdiensten äußern. Für dieses Verhalten habe ich kein Verständnis?, so Manfred Kohl.

Sowohl die Feuerwehren als auch die Polizei, die an dieser Rundfahrt teilnahmen, seien überrascht gewesen, dass keine gravierenden Parkverstöße festzustellen gewesen wären. Ungeachtet dessen sei deutlich geworden, dass selbst unter diesen regulären Bedingungen einzelne Straßenquerschnitte im alten Dorfkern für die Feuerwehren und Rettungsdienste nur mit erhöhter Vorsicht passierbar seien. Selbst wenn die Durchfahrt für das Feuerwehrfahrzeug ausreichend breit sei, so wäre ein Einsatz dort nur unter erheblichem zeitlichem Mehraufwand möglich. Die Alte Hauptstraße sei hierfür ein sehr eindringliches und gravierendes Beispiel. ?Wenn es zu einem Feuerwehreinsatz in der alten Hauptstraße kommen würde, könnten die Einsatzkräfte nur unter erschwerten Bedingungen die für eine Brandbekämpfung notwendigen Gerätschaften im Fahrzeug erreichen. Hier werden wir Lösungen finden müssen, die sowohl dem Brandschutz, aber auch den Anwohnerinnen und Anwohnern Rechnung tragen?, so der Wallufer Bürgermeister.

Nach einem Fahrzeugwechsel sei die Rundfahrt im Gemeindeteil Oberwalluf fortgesetzt worden. Eine Schlüsselstelle sei hier der untere Teil der Schulstraße. Die Engpässe in den Straßenzügen Liebaustraße, Paradiesstraße und Gartenfeldstraße seien den Einsatzkräften bestens bekannt.
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Abschließend bedankte sich der Wallufer Bürgermeister sowohl bei der Polizeistation Eltville und den Freiwilligen Feuerwehren für die Unterstützung bei dieser Aktion, die in diesem Jahr bereits zum achten Male durchgeführt wurde. Gleichzeitig kündigte er an, dass vergleichbare Aktionen wiederholt werden würden. ?Die Sicherheit und die Gewährleistung des Brandschutzes haben für uns hohe Priorität. Hier können und dürfen wir keine Abstriche machen. Ich hoffe, dass auch bei den Autofahrern die Sensibilität hierfür in Zukunft zunimmt und das Bild vom letzten Sonntag zum Normalfall wird?, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


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