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23.5.2012

Pressemeldung des Zweckverbandes Rheingau

Klimaschutz im Rheingau wird zur Strategie
Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Rheingau machen sich gemeinsam auf den Weg. Auftaktveranstaltung am 31. Mai in Geisenheim.
 
Mit einem Klimaschutzkonzept will der Zweckverband Rheingau spürbar die Kohlendioxid-Emissionen verringern. Durch die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes sollen neue Aktivitäten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung, der Nutzung Erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz entwickelt werden. Bereits durchgeführte und gegenwärtig stattfindende Maßnahmen sollten darüber hinaus vernetzt werden. Die Erarbeitung des Konzeptes werde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

?Die sieben Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Rheingau, Kiedrich, Walluf, Eltville, Oestrich-Winkel, Geisenheim, Rüdesheim und Lorch haben im Jahre 2010 eine Klimaschutz-Charta unterzeichnet und nehmen an der Aktion ?100 Kommunen für den Klimaschutz? teil. Ziel der Aktion ist es, das Potenzial zur Energieeinsparung auszuschöpfen, die Energieeffizienz zu steigern und die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzubringen? so der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Rheingau, Bürgermeister Manfred Kohl.

Der Zweckverband habe dabei die Umsetzung dieser Aktion übernommen. Naturgemäß erfordere aktiver Klimaschutz von allen Beteiligten zunächst eine enorme Kraftanstrengung, biete aber auch hervorragende Chancen zur Steigerung regionaler Wertschöpfung und zum Erhalt und Aufbau von Arbeitsplätzen.

Der Zweckverband und die beteiligten Kommunen würden dabei auch in starkem Maße auf die aktive Mitarbeit und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie der Unternehmen, der Umweltorganisationen, der Wohnungsbaugesellschaften, der Sportvereine, der Kirchen, Schulträger, Sozialverbände und politisch Engagierten setzen.

Alle seien zur Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept, die am Donnerstag, den 31. Mai, um 18.30 Uhr im Domzentrum in Geisenheim stattfinde, herzlich eingeladen.

?Bringen Sie Ihre Ideen und Vorschläge mit. Ein Klimaschutzkonzept kann nach meiner Überzeugung nur erfolgreich erarbeitet werden, wenn möglichst viele Menschen aus der Region an dessen Erarbeitung mitwirken. Dies fördert vor allen Dingen auch die spätere Akzeptanz der hieraus resultierenden Maßnahmen?, appelliert der Zweckverbandsvorsitzende, Bürgermeister Manfred Kohl.

Und dies sei auch nötig. Denn der Klimawandel sei längst Realität. Er schreite heftiger und schneller voran als bisher vorhergesagt, wenn die CO2-Emissionen nicht rasch und sehr deutlich eingedämmt würden.

Dem großen Ziel der Bundesregierung - die Senkung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent - sollen im Rheingau die Entwicklung einer Strategie und von Maßnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen folgen.

Erfreulicherweise finge man nicht bei Null an, denn eine Vielzahl von Akteuren hätten bereits Initiativen gestartet. Nun gelte es dies auf eine noch breitere Basis zu stellen und zu erweitern. ?Wir im Zweckverband Rheingau sind uns einig, dass Klimaschutz eine der großen Herausforderungen ist, der sich alle Regionen stellen und ihren Beitrag leisten müssen. Das Klimaschutzkonzept, das wir mit allen Interessierten erarbeiten wollen, soll dabei Handlungsleitfaden und Kontrollinstrument zugleich sein?, so Manfred Kohl.

Neben der Information biete die Auftaktveranstaltung auch die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken, die eigenen Ideen in den Prozess einzubringen. Der Auftaktveranstaltung würden dann im Jahresverlauf weitere thematische Workshops folgen, die den strategischen Ansatz mit der Entwicklung und Ausgestaltung konkreter Projekte ergänzen würden. Die Akteure sollten unter Beachtung von Aspekten wie Energieeffizienz, Kosten und Umsetzbarkeit Vorhaben für den Klimaschutz im Rheingau auf den Weg bringen.
Unterstützt würden sie dabei vom Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) aus Darmstadt sowie dem Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) aus Frankfurt/Main, die vom Zweckverband mit der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes beauftragt worden seien. Darüber sei auch die Nassauische Heimstätte im Rahmen des Programmes Stadtumbau eingebunden.

Weitere Informationen seien in absehbarer Zeit beim Zweckverband Rheingau im Internet unter www.kulturland-rheingau.de erhältlich. Hier werde ein eigener Internetauftritt entstehen und hier könne man sich jederzeit über den aktuellen Sachstand informieren. Auch unter www.bmu-klimaschutzinitiative.de seien weitere Informationen zum Thema Klimaschutz erhältlich.

?Wir laden alle Interessierten sehr herzlich zu der öffentlichen Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes nach Geisenheim ein und hoffen, dass wir viele Akteure in Geisenheim begrüßen können. Bereits an diesem Abend haben Sie die Gelegenheit eigene Ideen und Vorschläge für die Erarbeitung dieses Konzeptes einbringen zu können. Nur ein auf breiter Basis erarbeitetes Konzept wird auf Akzeptanz stoßen?, so der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Rheingau, Manfred Kohl, abschließend.


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