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4.5.2009

Umgestaltungsmaßnahmen am Friedhof im Gemeindeteil Niederwalluf haben begonnen

Außengelände wird verändert und gleichzeitig sind künftig auch andere Bestattungsformen möglich
 
\"Nachdem im Frühjahr des vergangenen Jahres bauliche Maßnahmen zur Umgestaltung der Außenanlagen auf dem Friedhof Niederwalluf planerisch konkretisiert wurden, beginnen wir nunmehr mit der Realisierung. Hierfür war es erforderlich, dass verschiedene Rodungsarbeiten bereits im Vorfeld ausgeführt werden mussten\", so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

Nach Jahrzehnten mit fest gefügten, traditionellen Bestattungsformen hätten sich inzwischen verschiedene alternative Formen etabliert. So seien neben Urnenmauern bzw. -wänden mehr und mehr anonyme Grabfelder, Wiesengräber, Baumgräber, Gemeinschaftsgrabfelder bis hin zu Aschestreufeldern hinzugekommen. Der Friedhof als Ort zum Innehalten und Gedenken schenke bei entsprechender grüngestalterischer Gestaltung körperliche und seelische Ruhe, gebe Kraft zum Abschiednehmen und verleihe der Verbundenheit mit dem Verstorbenen Ausdruck. Dies mache einen Friedhof zu mehr als einem Ort für die Toten. Er sei somit auch ein Ort für die Lebenden - ein Garten der Erinnerung.

\"Um diesen geänderten Anforderungen zu entsprechen, werden wir auf dem Friedhof Niederwalluf vier Bereiche neu und zeitgemäß gestalten. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um den Zugangsbereich Hauptstraße, das Denkmal und die angrenzenden Flächen bis zur westlichen Friedhofsgrenze und den Zugangsbereich Schöne Aussicht. Eine weitere Fläche soll mit zwei Urnen-Gemeinschaftsgrabfeldern sowie vier Urnenstelen gestaltet werden\", so der Wallufer Bürgermeister. Nachdem auch der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt den Umgestaltungsmaßnahmen zugestimmt habe, habe der Gemeindevorstand nach den erforderlichen Ausschreibungen auch die Aufträge erteilt. Die Kosten für die jetzt beauftragten Maßnahmen beliefen sich auf rund 194.000 ?.


Die Friedhofseinfriedung werde um ca. 2,50 m in Richtung Hauptstraße versetzt. Der entlang der heutigen Friedhofsbegrenzung einseitig mit Gräbern angebaute Weg werde künftig beidseitig belegt werden können. Der heutige überbreite Zugangsbereich zwischen Straße und Friedhof werde rückgebaut und mit Betonsteinpflaster befestigt. Auch die Toranlage werde versetzt und erneuert.

Im Zusammenhang mit den Umgestaltungsmaßnahmen an der Hauptstraße würde auf Wunsch der gemeindlichen Gremien im Bereich des Friedhofes zusätzlicher Parkraum geschaffen. Durch das neu geschaffene Parkraumangebot werde der Zugang von der Hauptstraße künftig eine höhere Priorität bei Besuchern und Trauernden einnehmen.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen war es erforderlich, dass notwendige Rodungsarbeiten bereits im Vorfeld in Angriff genommen wurden. Dies habe insbesondere mit naturschutzrechtlichen Regelungen zu tun. \"Baumfällungen und Rodungsarbeiten dürfen nur zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden. Deshalb mussten diese Maßnahmen bereits bis Mitte März abgeschlossen werden. Ich räume ein, dass die umfangreichen Rodungen gravierend waren. Daher habe ich absolutes Verständnis dafür, dass hier die Wogen etwas hoch gingen und wir uns vor Anrufen und Briefen kaum noch retten konnten\", so der Wallufer Bürgermeister.

Hier sei es immer wieder erforderlich geworden, den Hintergrund für die Rodungsarbeiten zu erläutern. Dies gelte auch für die Baumfällungen entlang der Hauptstraße. Trotz entsprechender Informationsangebote im vergangenen Jahr hätten Viele die vorgesehenen Veränderungen erst durch die Baumfällungen zur Kenntnis genommen.

\"Die ist leider kein Einzelfall. Planungsabsichten werden leider erst dann zur Kenntnis genommen, wenn mit den Arbeiten konkret begonnen wird. Diese Erfahrung müssen wir immer wieder machen. Das Erscheinungsbild der Ortseinfahrt wird wesentlich vom angrenzenden Friedhof geprägt. Die jetzigen Umgestaltungsmaßnahmen werden zu einer deutlichen Verbesserung dieses Bereiches beitragen\", so Manfred Kohl abschließend.


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