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19.5.2014

Briefkasten am Seniorenzentrum in einer Nacht- und Nebelaktion umgesetzt

Bürgermeister kritisiert Vorgehensweise der Post AG
 
"Nur durch Zufall haben wir davon erfahren, dass der Briefkasten am Seniorenzentrum demontiert wurde und im Bereich der Postagentur neu installiert wurde. Diese Vorgehensweise der Post AG grenzt schon an Unverschämtheit und ich bin ziemlich sauer. Ich hatte gehofft, dass die Post AG aus den Vorkommnissen der Vergangenheit gelernt hat. Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall", so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl ärgerlich.

Anlässlich eines Geburtstagsbesuches im Seniorenzentrum habe er hiervon Kenntnis erhalten. "Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die im Seniorenzentrum leben, haben sich darüber sehr aufgeregt. Für viele war der bisherige Briefkastenstandort noch zu erreichen. Der neue Standort ist aber gerade für Gehbehinderte zu weit entfernt", so Manfred Kohl. Sofort habe er bei der Post AG nachgefragt. Dabei habe er mit Nachdruck darauf aufmerksam gemacht, dass für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums diese Veränderung nicht nachvollziehbar und auch nicht akzeptabel sei, zumal in dieser Einrichtung mehr als 50 Personen leben, die teilweise in ihrer Beweglichkeit erheblich eingeschränkt seien.

Von der Post AG sei bisher lediglich mitgeteilt worden, dass eine Stellungnahme erbeten worden sei. Nach deren Vorliegen wolle sich die Post AG erneut mit ihm in Verbindung setzen.

"Ich kann nicht nachvollziehen, dass wieder einmal Fakten geschaffen worden sind, ohne dass wir als Gemeinde vorab über diese Veränderung in Kenntnis gesetzt wurden. Ist es wirklich zu viel verlangt, im Vorfeld mittels einer kurzen Mail oder eines Anrufes diese Veränderungen zu avisieren, um uns noch Gelegenheit zu geben, rechtzeitig zu reagieren", so Manfred Kohl weiter.

Die jetzige Aktion der Post AG mache zum wiederholten Male deutlich, welchen Stellenwert Belange von Bürgerinnen und Bürgern und der Kommunen bei der Post haben.

Der bisherige Standort am Seniorenzentrum habe sich in der Vergangenheit bestens bewährt. Sowohl für Fußgänger als auch für Autofahrer sei dieser Briefkasten gut nutzbar gewesen.

"Bei allem Verständnis für das Erfordernis eines wirtschaftlichen Handelns hätte ich mir im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger gewünscht, dass die Post AG mehr Bürgerfreundlichkeit gezeigt hätte. Wir alle dürfen sehr gespannt sein, mit welchen Überraschungen der Post AG wir in der Zukunft noch rechnen müssen. In Gesprächen mit der Post AG werden wir uns dafür stark machen, dass der neue Briefkastenstandort noch einmal verändert wird. Im Interesse unserer Älteren kann dies so nicht bleiben ", so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


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