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04.8.2014

Neue Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren in Walluf nimmt Betrieb auf

Ab heute gibt es in Walluf weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.
 
In Koperation mit der Stadt Eltville ist es uns gelungen, mit Frau Renate Gahn, die bereits in Eltville für den Bereich der Seniorenberatung zuständig ist, eine erfahrene Mitarbeiterin für diesen wichtigen Aufgabenbereich finden zu können?, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

Hintergrund und Anlass für dieses neue Angebot sei, dass die Seniorenberatung im Bereich der Gemeinde Walluf bisher durch verschiedene öffentliche Aufgabenträger (Gemeinde, Kreis, Rentenversicherungsträger etc) sowie durch soziale und karitative Organisationen und Einrichtungen (VdK, AWO, kirchliche Organisationen usw.) erfolgt sei. Für zahlreiche ältere Menschen sei jedoch die Inanspruchnahme öffentlicher Beratungsstellen noch immer mit mentalen Hürden verbunden und werde daher in Einzelfällen teilweise nur zögerlich angenommen. Ähnlich verhalte es sich mit den Beratungsmöglichkeiten durch freie Träger. Personen die den entsprechenden Verbänden und Organisationen nicht angehörten, könnten deren Angebote in der Regel nicht nutzen.

?Daher hat sich die Gemeinde Walluf dazu entschlossen, noch weitere und zusätzliche Beratungsangebote zu machen. Das Beratungsbüro für Seniorinnen und Senioren wird zunächst mit einem Umfang von drei Wochenstunden (montags von 14.00 bis 17.00 Uhr) seine Arbeit aufnehmen. Aufgrund der in Eltville am Rhein gemachten Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass in der Anlaufphase des Seniorenbüros eine dreistündige Öffnungszeit pro Woche ausreichend ist?, so der Wallufer Bürgermeister.

Nach der für die Zeit vom 01.08.2014 bis 30.09.2015 angedachten Einführungszeit würde über die Fortführung des Projektes entschieden werden. Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit, das Projekt nach Ablauf der Einführungszeit um fünf Jahre zu verlängern mit der Option einer nochmaligen Verlängerung um weitere fünf Jahre. Voraussetzung hierfür sei jedoch auch eine entsprechende Nachfrage.

?Räumlich wird das Beratungsbüro für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in einem Nebenraum der Begegnungsstätte des Seniorenzentrums Walluf untergebracht werden. Das Seniorenzentrum bzw. die dortige Begegnungsstätte hat sich als zentraler Anlaufpunkt für ältere Menschen in Walluf etabliert. So treffen sich in diesen Räumen regelmäßig Bewohnerinnen und Bewohner des Heimbereiches und des Servicewohnens mit Seniorinnen und Senioren, die noch in der ihren angestammten Wohnung leben. Hierdurch finden die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte bei den älteren Walluferinnen und Wallufern eine hohe Akzeptanz. Die Räume und Nebenräume der Begegnungsstätte sind barrierefrei zu erreichen und seniorenfreundlich?, so Manfred Kohl weiter. An dieser Stelle gelte ein besonderer Dank dem Träger des Seniorenzentrums Walluf, dem Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) für die unbürokratische Hilfestellung und die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

Ziel des neuen und ergänzenden Beratungsangebotes sei es, den Bürgerinnen und Bürgern ein so lange wie möglich selbstbestimmtes Leben, idealerweise in den eigenen vier Wänden, zu ermöglichen. Dafür sei es wichtig, dass rechtzeitig Bedarf an Hilfe erkannt werde und die Hilfe umgehend in Anspruch genommen werden könnte, denn mit zunehmendem Alter würden Fragen hinsichtlich einer aktiven und selbständigen Lebensführung immer häufiger. Gerade bei älteren Menschen bestehe oft Angst oder Scheu, Hilfen in Anspruch zu nehmen, obwohl der Bedarf vorhanden sei. Diese Vorbehalte könnten in einem direkten Gespräch abgebaut werden.
Und auch für alle Fragen in besonderen Lebenssituationen, seien es nachbarschaftliche Probleme, familiäre Angelegenheiten, Zukunftsplanung und sonstige wichtige Entscheidungen, habe Frau Gahn ein offenes Ohr. Oft könnte schon in einer Aussprache, durch Reden und Zuhören, eine Lösung gefunden werden.

Wer sehr schlecht zu Fuß sei, könne im Einzelfall auch einen Termin für einen Hausbesuch vereinbaren. Frau Renate Gahn würde dann mit den entsprechenden Unterlagen bei den Betroffenen vorbeischauen.

?Insbesondere in behördlichen Angelegenheiten (z.B. Antrag auf Grundsicherung, Wohngeld, Gebührenermäßigungen etc.) wird Unterstützung gerne angenommen, da die Bescheide und Anträge oft recht kompliziert sind. Auch bei Fragen um Pflegestufe, häusliche Pflege, Hausnotruf, Essen auf Rädern, Organisation von Einkaufshilfen etc. bietet sich die Beratungsstelle an. Ich bin davon überzeugt, dass dieses zusätzliche Beratungs- und Hilfsangebot von unserern älteren Mitbügerinnen und Mitbürgern gerne angenommen werden wird. Ich wünsche der Anlaufstelle einen guten Start und eine erfolgreiche Arbeit im Interesse unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern?, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


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