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14.10.2014

Enge Straßen in alten Ortskernen stellen im Einsatzfall für Feuerwehren und Rettungsdienste kaum lösbare Probleme

Wallufer Bürgermeister ruft Autofahrer zu umsichtigem Verhalten auf
 
Am vergangenen Freitag wurden erneut Rundfahrten mit Einsatzfahrzeugen der beiden Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt. In der Vergangenheit habe sich mehrfach gezeigt, dass diese Rundfahrten deutlich machten, dass es in zahlreichen Straßenzügen Engstellen gebe, die im Einsatzfalle sowohl für die Rettungsdienste als auch für die Feuerwehren zu erheblichen Schwierigkeiten führen könnten. ?Gerade in den alten Ortskernen stellen die geringen Fahrbahnbreiten Risiken und Gefahrenmomente beim Einsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste dar, wenn diese engen Straßen durch parkende Fahrzeuge noch weiter verengt werden?, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl nach der turnusmäßig durchgeführten Rundfahrt.

Auch wenn heute im alten Dorfgebiet des Gemeindeteils Niederwalluf erfreulicherweise nur sehr wenige Beanstandungen festzustellen gewesen wären, so dürfe dies nicht täuschen, denn leider sei es oftmals anders. Der Bereich der Alten Hauptstraße stellte sich dabei als kritisch dar. Hier habe ein Fahrzeug entfernt werden müssen, damit das Feuerwehrfahrzeug weiterfahren konnte. Der Fahrer, der zu Gast in einem Lokal war, konnte schnell gefunden werden und fuhr sein Fahrzeug umgehend weg. ?Die heutige Rundfahrt war lediglich eine Momentaufnahme. Offensichtlich zeige das Bewohnerparken aber zwischenzeitlich doch seine positiven Wirkungen. Dabei dürfe allerdings nicht verkannt werden, dass nach wie vor in zahlreichen Fällen die vorhandenen Beschilderungen der Bewohnerparkzonen übersehen würden. ?Tempo 30-Zonen sind zwischenzeitlich etabliert. Aber mit Bewohnerparkzonen gibt es immer noch Akzeptanzprobleme?, so Manfred Kohl.

In den Abendstunden und an den Wochenenden zeige sich die Situation im alten Ortskern und am Rheinufer oftmals anders. Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit der Autofahrer führten dazu, dass für die Feuerwehren und für die Rettungsdienste im Ernstfall kein Durchkommen mehr möglich sei.
In diesem Zusammenhang weise er nochmals auf die Halteverbotsregelung im Bereich der Schrägrampe am La Londe-Platz hin. Damit solle sichergestellt werden, dass das Feuerwehrboot hier zu Wasser gelassen werden könne.

Nach wie vor gibt es leider Autofahrer, denen ihre Bequemlichkeit wichtiger ist, als die Sicherheit ihrer Mitmenschen. Aber für den Fall, dass es hierdurch zu zeitlichen Verzögerungen bei Einsätzen der Feuerwehren und Rettungsdienste kommt, sind diese Unbelehrbaren die Ersten, die Kritik an den Feuerwehren und Rettungsdiensten äußern. Für dieses Verhalten habe ich kein Verständnis?, so Manfred Kohl. Aber auch im Neubaugebiet sei festzustellen gewesen, dass Fahrzeuge in Kurven- oder Einmündungsbereichen abgestellt worden seien. Dies erschwere die Arbeit der Feuerwehren zusätzlich. ?Ist es denn wirklich zuviel verlangt, wenn man einmal ein paar Meter zu Fuß laufen muss??, so Bürgermeister Kohl.

Die Feuerwehren seien überrascht gewesen, dass keine gravierenden Parkverstöße festzustellen gewesen wären. Ungeachtet dessen sei deutlich geworden, dass selbst unter diesen regulären Bedingungen einzelne Straßenquerschnitte im alten Dorfkern für die Feuerwehren und Rettungsdienste nur mit erhöhter Vorsicht passierbar seien. Selbst wenn die Durchfahrt für das Feuerwehrfahrzeug ausreichend breit sei, so wäre ein Einsatz dort nur unter erheblichem zeitlichem Mehraufwand möglich. Die Alte Hauptstraße sei hierfür ein sehr eindringliches und gravierendes Beispiel. Diese besondere Situation sei den Feuerwehren und Rettungsdiensten hinreichend bekannt. ?Wenn es zu einem Feuerwehreinsatz in der alten Hauptstraße kommen würde, könnten die Einsatzkräfte nur unter erschwerten Bedingungen die für eine Brandbekämpfung notwendigen Gerätschaften im Fahrzeug erreichen?, so der Wallufer Bürgermeister.

Nach einem Fahrzeugwechsel sei die Rundfahrt im Gemeindeteil Oberwalluf fortgesetzt worden. Hier hätten sich erfreulicherweise keine größeren Probleme gezeigt.

Abschließend bedankte sich der Wallufer Bürgermeister bei den Freiwilligen Feuerwehren für die Unterstützung bei dieser Aktion, die in diesem Jahr bereits zum elften Male durchgeführt wurde. Gleichzeitig kündigte er an, dass vergleichbare Aktionen wiederholt würden. ?Die Sicherheit und die Gewährleistung des Brandschutzes haben für uns hohe Priorität. Hier können und dürfen wir keine Abstriche machen. Ich hoffe, dass auch bei den Autofahrern die Sensibilität hierfür in Zukunft zunimmt und das Bild vom heutigen Freitag zum Normalfall wird?, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


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