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14.10.2014

Waldbegehung im Wallufer Hinterlandeswald am vergangenen Samstag

Auch Bürgerinnen und Bürger waren herzlich eingeladen
 
Am vergangenen Samstag hatte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Wolfgang Rossmeissl, zu einer Waldbegehung im Wallufer Hinterlandeswald eingeladen. Rund 25 Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger haben an dieser Waldbegehung teilgenommen, um etwas mehr über die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes und über aktuelle Probleme zu erfahren?, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

Treffpunkt wäre um 9.00 Uhr auf dem Rathaushof, Mühlstraße 40, gewesen. Von dort wäre es über Wambach, Bärstadt und Hausen v.d. Höhe zum Parkplatz ?Förster Bittereiche? gegangen. Der zuständige Revierförster des Forstamtes Rüdesheim, Herr Klaus-Peter Steiner, habe dabei gemeinsam mit dem stellvertretenden Forstamtsleiter, Herrn Arno Gietz anhand von Beispielen erläutert, dass es im Einzelfall erforderlich wäre, aufwändige Schutzmaßnahmen für Jungpflanzen anzulegen. Dies insbesondere aufgrund des Rotwildbestandes. Immer wieder zeige sich, dass die jungen Bäume anderenfalls gar keine Entwicklungschance hätten, da das Rotwild die jungen Bäume zu Fegen, d.h. zum Abstreifen der Basthaut an den Geweihen nutzen würden. ?Auch wenn es ein erheblicher finanzieller und Arbeitsaufwand ist, hat sich deutlich gezeigt, dass sich dieser Aufwand lohnt. Anderenfalls hätte die jungen Douglasien gar keine Chance sich zu entwickeln?, so der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Wolfgang Rossmeissl.

Solche aufwändige Schutzmaßnahmen würden aber nur in besonderen Einzelfällen durchgeführt. Dies hänge auch von der Größe der Anpflanzungsbereiche ab. Größere Flächen ließen sich nicht wirkungsvoll schützen. Im Übrigen werde grundsätzlich versucht, die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung über Naturverjüngung sicherzustellen. Gerade die vielen unterschiedlichen Baumarten, die gesunde Mischung, seien ein wesentlicher Garant für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Damit könne auch sichergestellt werden, dass bei klimatisch veränderten Bedingungen und ?Ausfällen? einzelner Baumarten auch weiterhin eine zukunftsorientierte Waldbewirtschaftung erfolgen könne.

Nach einer kurzen Rast mit einem kleinen Imbiss ging es im Anschluss in den Bereich der Wisperhänge weiter. Hier machten Revierförster Steiner und stellvertretender Forstamtsleiter Dietz deutlich, welch schwierige Rahmenbedingungen hier bei der Waldbewirtschaftung auftreten. ?Die Steilhänge lassen einen Holzeinschlag auf konventionelle Art und Weise nicht zu. Hier kommen mobile Seilkrananlagen zum Einsatz. Dies sowohl unter ökonomischen, aber insbesondere aus ökologischen Gründen. Zu groß wären die Schäden an den Hängen und Wegen, wenn hier herkömmliche Technik zum Einsatz käme?, so der Wallufer Bürgermeister weiter.

Am Ende der Waldbegehung habe Revierleiter Steiner noch eine Wegebaumaßnahme erläutert, mit der zeitnah begonnen werden würde. Für die Holzvermarktung sei es unumgänglich, dass auch entsprechende Wirtschaftswege zur Verfügung stünden. Gerade in Steillagen stelle dabei die Wasserführung ein gravierendes Problem dar. Erfreulicherweise würde diese Wegesanierungsmaßnahme, die mit einem Kostenaufwand von rund 30.000 ? verbunden sei, mit einem Fördersatz in Höhe von 70 % bezuschusst.

Am Schluss der Waldbegehung bedankten sich Wolfgang Rossmeissl und Manfred Kohl sehr herzlich bei den Vertretern des Forstamtes Rüdesheim mit einem Rheingauer Blumengruß.

?Wir haben uns zum wiederholten Male davon überzeugen können, wie kompetent uns HessenForst bei der Bewirtschaftung des Kommunalwaldes unterstützt. Wir fühlen uns bei HessenForst sehr gut aufgehoben. Die zu stellenden Anforderungen verändern sich immer wieder und HessenForst stellt sich gut auf diese Rahmenbedingungen ein. Neben der forstwirtschaftlichen Bedeutung hat der Wald auch eine wichtige Erholungsfunktion für die hier lebenden Menschen. Deshalb ist es uns auch so wichtig, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung betrieben wird?, so Wolfgang Rossmeissl und Manfred Kohl abschließend.


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