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07.9.2015

Spatenstich Kindertagesstätte Paradies am 4. September 2015

Ansprache des Bürgermeisters
 
Sperrfrist: Beginn der Rede
Es gilt das gesprochene Wort

Verehrte Gäste, meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch ich darf Sie alle sehr herzlich zum heutigen Spatenstich für den Neubau der KITA Paradies hier auf der Baustelle begrüßen. Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind und sich die Zeit genommen haben, an diesem denkwürdigen Ereignis persönlich teilzunehmen.
Sie sind uns natürlich alle sehr herzlich willkommen, aber gestatten Sie mir, dass ich doch den Einen oder Anderen persönlich und besonders begrüße.
? Mein besonderer Gruß gilt unserem Architekten, Herrn Stefan Hermus und Herrn Blüthner von der bhss-architekten GmbH aus Leipzig. Dieses Büro hatte sich an einem Architektenwettbewerb beteiligt und der Wettbewerbsbeitrag bildete auch die Grundlage für die weiteren Planungen
? Ich begrüße die Herren Eschmann und Atürk vom Büro Schneider und Schumacher aus Frankfurt, die die Bauleitung für dieses Projekt übernommen haben
? Weiterhin begrüße ich verschiedene Fachplaner, die an diesem Projekt beteiligt sind. Mein Gruß gilt Herrn Hans Peter Schreiber vom gleichnamigen Planungsbüro aus Walluf. Herr Schreiber hat die Planungen für die technische Gebäudeausrüstung übernommen. Ich begrüße weiterhin die Herrn Axt vom Büro Bierbaum.Aichele, die die Freiraumplanung in Angriff nehmen
? Ein besonderer Gruß gilt Herrn Peter Karrié von der Karrié Bau GmbH und Co. KG. Die Firma Karrié hat den Auftrag für die Erstellung des Rohbaus erhalten. Weiterhin gilt mein Gruß Herrn Steffen Ernst vom Bauamt, der das Gesamtprojekt auch in den nächsten Monaten intensiv begleiten wird
? Ich begrüße die Damen und Herren der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes. Stellvertretend gilt mein Gruß dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Herrn Franz Horne und dem I. Beigeordneten der Gemeinde Walluf, Herrn Ulrich Schmidt
? Ich begrüße die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KiTa Paradies, die gemeinsam mit den Kindern seit Anfang August im Provisorium im Gemeindeteil Oberwalluf untergebracht sind
? Ich begrüße die Vertreterinnen und Vertreter des Elternbeirates und Sie, liebe Eltern. Gemeinsam mit Euch, liebe Kinder, sind Sie bei diesem wichtigen Ereignis ebenfalls dabei
? Ebenfalls sehr herzlich begrüße ich die Vertreterinnen und Vertreter der Presse, die dieses für die Gemeinde Walluf so wichtige Projekt auch immer mit regelmäßigen Berichterstattungen begleitet haben

Ihnen Allen gilt unser herzlicher Dank für Ihre Anwesenheit beim heutigen Spatenstich und auch dafür, dass Sie sich Alle für die Umsetzung dieses für Walluf und die Wallufer Kinder so wichtigen Projektes eingebracht haben und auch weiterhin einbringen.

Bis zum heutigen symbolischen Spatenstich war es ein langer Weg. Bei einem Großprojekt in dieser Größenordnung bedarf es gerade in Anbetracht der damit verbundenen erheblichen finanziellen Auswirkungen - wir sprechen hier über Kosten in einer Größenordnung von rund 3,7 Mio. ? - sorgfältiger Entscheidungen, auch wenn dies dazu geführt hat, dass sich die zeitliche Dauer doch etwas länger gestaltete. Allein die Gemeindevertretung hat sich in insgesamt rund 30 Sitzungen mit diesem wichtigen Thema befasst. Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle unterschiedliche Sichtweisen gab, so lag allen Beteiligten die Realisierung dieses so wichtigen Projektes sehr am Herzen. Beim heutigen Spatenstich möchte ich natürlich auch ein wenig auf die Historie dieses Vorhabens eingehen. Es sind zwischenzeitlich doch so einige Jahre ins Land gegangen und ich bin mir sicher, dass das eine oder andere schon ein bisschen in Vergessenheit geraten ist.
Im Zusammenhang mit der Frage zur Erneuerung des Flachdaches des alten Kitagebäudes wurde ein Architekturbüro mit der Erstellung eines Gutachtens über den Gesamtzustand des Kindergartens beauftragt. Nach diesem Gutachten vom Februar 2004 war von einer Restnutzungsdauer von 5-10 Jahren auszugehen. Aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs wurde bereits damals ein Neubau empfohlen. Seit dieser Zeit befassen sich die kommunalen Gremien mit dem Neubau einer Kindertagesstätte.

Aufgrund des baulichen Zustandes des Paradieskindergartens und der nicht vorhandenen Entwicklungsmöglichkeit im Bereich des Kindergartens Villa Regenbogen sollten beide Kindergärten an einem Standort zusammengeführt werden. Dem Standort Paradies galt hier von Anfang an Priorität. Die Erschließungsprobleme konnten durch den Ankauf des Turnhallengrundstücks, dessen Ankauf die Gemeindevertretung im Dezember 2009 einstimmig beschlossen hatte, gelöst werden.

Gemeinsam mit einem in der Gemeinde im Jahr 2009 gebildeten Projektteam, welches sich aus Kitaleitung, Elternbeirat, einem Planungsbüro, dem Bauamt und den Fraktionsvorsitzenden zusammensetzte, wurde der Neubau einer Kita in Verbindung mit einer Mehrzweckhalle geplant. 7 Architekturbüros wurden aufgefordert, hierfür ein Konzept nebst Kosten zu entwickeln. Die Vorstellungen der Konzepte erfolgte im Projektteam. Der Empfehlung einen Planungsauftrag an das Architekturbüro AD novum zu vergeben, wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung im Oktober 2009 gefolgt und die erforderlichen Haushaltsmittel bereitgestellt.

Lange stand noch in der Diskussion zu prüfen, ob die Turnhalle in das Planungskonzept mit eingebunden werden kann. Bei den Vereinen erfolgte eine Bedarfsabfrage wegen der Hallennutzung, nachdem im August 2010 diese alte und marode Halle geschlossen werden musste. Es gab eine sehr intensive Beratung zum Fortbestand dieser alten Halle. In diesem Zusammenhang wurde auch über einen Teilankauf der Tennishalle nachgedacht. Es sollte aber noch geraume Zeit dauern, bis hier die notwendigen Gremienbeschlüsse gefasst waren.

Daraus entwickelte sich im März 2012 ein Bürgerbegehren mit dem Ziel einen Bürgerentscheid zu der Fragestellung ?Sind Sie dafür die Turnhalle zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzureißen und eine neue Überprüfung unter dem Gesichtspunkt einer Sanierung der Halle vorzunehmen ist? herbeizuführen. Dieser Bürgerentscheid sollte am 10. Juni 2012 durchgeführt werden. Dazu kam es allerdings dann doch nicht, weil im Mai 2012 dann doch entschieden wurde, die alte Turnhalle niederzulegen.
Im Anschluss wurde über die Arrondierung der Fläche beraten. Im Dezember 2012 wurde nach Vorliegen einer Machbarkeitsstudie zum Neubau eines Kindergartens und einer Funktionshalle die Durchführung eines Architektenwettbewerbes für das Gesamtprojekt beschlossen. Hierfür war es unumgänglich das Raumprogramm für die KITA und die Halle intensiv zu diskutieren. Weiterhin musste hierfür auch ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden.

Im Juli 2013 war es dann soweit, dass der Wettbewerb mit einer einmütigen Empfehlung des Preisgerichtes erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte. Diesem Preisgericht gehörten unter anderem die Vorsitzenden des Ausschusses für Familie, Soziales und Kultur, Frau Petra Flöck und der Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt, Herr Michael Schröder, an. Die Empfehlungen des Preisgerichtes wurden von der Gemeindevertretung einstimmig und ausdrücklich bestätigt. Es folgte ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern des Wettbewerbes. Die Ergebnisse des Wettbewerbes wurden auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Juli des Jahres 2014 wurde dann aufgrund der finanziellen Belastung der Gemeinde beschlossen, zunächst jedoch nur den Bau der Kita zu realisieren; der Bau der Halle soll erst dann weiter verfolgt werden, wenn die Gemeinde hierzu finanziell in der Lage ist.
Der Bauantrag wurde im Oktober 2014 und die Baugenehmigung wurde im März 2015 erteilt. Gleiches galt auch für die Abbruchgenehmigung des Altgebäudes. Da nun der Neubau konkrete Planungsformen annahm, galt es zu entscheiden, wo und wie die Kinder der Kita Paradies in der Zwischenzeit untergebracht werden können.
Hier wurde schnell eine Entscheidung für eine Containerlösung getroffen. Wie die meisten von Ihnen ja wissen, fand das Provisorium im Jacob-Fechtig-Weg im Gemeindeteil Oberwalluf sein Zuhause. Hierfür wurde dankenswerter Weise ein im Privateigentum stehendes Grundstück zur Verfügung gestellt. Das Grundstück musste hergerichtet werden und muss auch nach Fertigstellung des Neubaus wieder in den ursprünglichen Stand zurückgebaut werden. Auch hierfür bedurfte es einer Baugenehmigung. Der Umzug erfolgte in der letzten Juliwoche und viele von Ihnen konnten sich an einem Tag der offenen Tür davon überzeugen, dass dieses Provisorium eine gelungene Lösung ist, in der sich die Kinder wohl fühlen. Dieses Provisorium, das für einen Zeitraum von 18 Monaten die Weiterführung der Kinderbetreuung in Walluf sicherstellt, ist ebenfalls mit einem erheblichen finanziellen Aufwand in Größenordnung von ca. 500 T? verbunden. Gleich nach dem Umzug erfolgte der Abriss des alten KITA-Gebäudes und des angrenzenden Wohnhauses. Die Arbeiten für den Rohbau der neuen KiTa wurden von der Gemeindevertretung im Juli des Jahres vergeben und daher kann es jetzt mit dem Bauen losgehen.

Heute nun ist es endlich soweit, und wenn ich heute das Wort ENDLICH in den Mund nehme, dann ist es ganz groß geschrieben. Ich glaube hier stimmen mir alle Anwesenden zu.
Was lange währt -so sagt der Volksmund - wird endlich gut. Nun, dann muss der Neubau der Kita Paradies ja besonders gut werden. Ich freue mich deshalb besonders, dass trotz aller Schwierigkeiten dieses Ziel ? der Baubeginn ? erreicht wurde, denn ich sage es nochmals mit Überzeugung: Diese Investition in die Kinderbetreuung, in die Zukunft Wallufs ist wichtig und das Geld hierfür ist gut angelegt. Liebe Anwesende, lassen Sie uns heute mit diesem symbolischen Spatenstich optimistisch und zufrieden in diese Zukunft schauen. Mit diesem Neubau sind wir hier in Walluf bei der Betreuung und Unterbringung unserer jüngsten Mitbürger für kommende Generationen gut aufgestellt.

Lassen Sie uns im Anschluss auf den Start und das gute Gelingen dieses Neubaus anstoßen.

Nochmals mein herzlicher Dank an alle Beteiligten, die sich für die Realisierung dieses Projektes eingesetzt haben und auch weiter einsetzen. Ich freue mich schon heute darauf, Sie alle beim Richtfest hier wieder begrüßen zu dürfen.




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