Sie befinden sich hier: Rathaus > Archiv

Archiv



<< zurück
15.7.2009

Enge Straßenzüge im alten Ortskern stellen Feuerwehren und Rettungsdienste im Einsatzfalle vor kaum lösbare Problemstellungen

Wallufer Bürgermeister appelliert an Autofahrer
 
Gerade in den alten Ortskernen bergen die geringen Querschnitte der Straßen Risiken und Gefahrenmomente bei einem Einsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste, wenn diese engen Straßen durch parkende Fahrzeuge noch mehr eingeschränkt werden?, so kommentierte der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl seine Eindrücke bei einer Rundfahrt mit einem Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehren am gestrigen Abend.

Erfreulicherweise seien in diesem Jahr nur wenige eklatante Verstöße festzustellen gewesen, aber dies sei leider nicht immer der Fall. In der alten Hauptstraße habe es eine echte Engstelle gegeben, die fast nicht zu passieren war.

?Die gestrige Momentaufnahme spiegelte den Normalfall nicht wider. ?Gerade an den Wochenenden spielen sich oft unvorstellbare Szenen im alten Dorfkern von Niederwalluf und am Wallufer Rheinufer ab. Oftmals ist es Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit der Autofahrer, die dazu führt, dass für die Feuerwehren und für die Rettungsdienste im Ernstfall kein Durchkommen mehr möglich ist?, so Bürgermeister Manfred Kohl.

Selbst unter ?regulären? Bedingungen seien einzelne Straßenquerschnitte im alten Dorfkern für die Feuerwehren und Rettungsdienste nur mit erhöhter Vorsicht passierbar. Auch wenn die Durchfahrt für das Feuerwehrfahrzeug ausreichend breit sei, so wäre ein Einsatz dort nur unter erheblichem zeitlichem Mehraufwand möglich. Gerade in der ?alten Hauptstraße? sei dies den Beteiligten an der Rundfahrt besonders deutlich geworden. ?Wenn es zu einem Feuerwehreinsatz in der ?alten Hauptstraße? kommen würde, könnten die Einsatzkräfte nur unter erschwerten Bedingungen die für eine Brandbekämpfung notwendigen Gerätschaften im Fahrzeug erreichen?, so der Wallufer Bürgermeister.

Es sei bedauerlich und erschreckend, dass es anscheinend Autofahrer gäbe, denen ihre Bequemlichkeit wichtiger sei als die Sicherheit ihrer Mitmenschen. Aber für den Fall, dass es hierdurch zu zeitlichen Verzögerungen bei Einsätzen der Feuerwehren und Rettungsdienste kommen würde, wären diese dann die Ersten, die Kritik an den Feuerwehren und Rettungsdiensten äußern würden.

Für dieses Verhalten fehle ihm jegliches Verständnis. ?Eigentlich ist es doch nicht zuviel verlangt, wenn man mal ein paar Schritte zu Fuß laufen muss, aber offensichtlich werden viele immer bequemer und denken dabei nicht an die damit verbundenen Konsequenzen?, so Manfred Kohl. Dies gelte sowohl für die Besucherinnen und Besucher, aber leider auch im Einzelfall für Anwohner dieser Straßenzüge.

Geparkte Fahrzeuge würden bis in den Kurvenbereich abgestellt, was zu erheblichen Sichtbeeinträchtigungen führen würde. Auch Gehwege würden zum Parken missbraucht, was insbesondere für Familien und ältere Menschen zu erheblichen Beeinträchtigungen führe.

Nach einem Fahrzeugwechsel sei die Rundfahrt im Gemeindeteil Oberwalluf fortgesetzt worden. Hier hätte ebenfalls festgestellt werden müssen, dass einzelne Verkehrsteilnehmer verkehrswidrig auf den Bürgersteigen geparkt hätten. Gegen die Betroffenen würden auch Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Im Bereich der Straßenzüge Liebaustraße, Paradiesstraße und Gartenfeldstraße seien die engen Fahrbahnquerschnitte die Hauptursache für die festgestellten Durchfahrtsproblematiken. Eigentlich müsse hier durchgängig ein absolutes Halteverbot eingerichtet werden. Da es sich jedoch überwiegend um reine Anliegerstraßen handeln würde, würde von solchen Maßnahmen abgesehen, zumal der Feuerwehr diese Engstellen hinreichen bekannt seien.

Abschließend bedankte sich der Wallufer Bürgermeister bei den Freiwilligen Feuerwehren für die Unterstützung bei dieser Aktion, die in diesem Jahr zum wiederholten Male durchgeführt wurde. Gleichzeitig kündigte er an, dass vergleichbare Aktionen wiederholt werden würden. ?Die Sicherheit und die Gewährleistung des Brandschutzes haben für uns hohe Priorität. Hier können und dürfen wir keine Abstriche machen. Ich hoffe, dass auch bei den Autofahrern die Sensibilität hierfür in Zukunft noch weiter zunimmt?, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


<< zurück