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06.4.2016

Pressemitteilung der Gemeinde Walluf

Hauptamtliche Unterstützung bei der Betreuung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern
 
Vertragsabschluss mit dem Verein Fresko e.V.

„Aufgrund der Zunahme der Anzahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber haben wir uns auch in Walluf dazu entschlossen, die Betreuung der Flüchtlinge auch durch hauptamtliche Unterstützung sicherzustellen. Dabei war und ist es uns sehr wichtig, dass das herausragende ehrenamtliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer auch weiterhin in dem bisherigen Umfang unterstützt und gefördert wird. Wir sind davon überzeugt, dass uns dies gemeinsam mit dem Verein Fresko e.V. erfolgreich gelingen wird“, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

Derzeit lebten In Walluf aktuell 56 Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die insgesamt in 5 Unterkünften untergebracht seien. Ende Februar des Jahres sei auch die ehemalige Pension in der Johannisbrunnenstraße bezogen worden.

Teilweise würden die in Walluf lebenden Asylbewerberinnen und Asylbewerber von ehrenamtlichen Patinnen und Paten erfolgreich betreut. Aufgrund der Tatsache, dass diese Betreuung teilweise schon bereits seit Oktober 2014 erfolge, seien in der Zwischenzeit persönliche Bindungen entstanden. Dies habe zur Folge, dass die ehrenamtlich tätigen Patinnen und Paten die Betreuung fortführen wollten, auch wenn eine Anerkennung erfolgt sei.

Hieraus und aufgrund der 30 Personen, die in einer ehemaligen Pension in der Johannisbrunnenstraße untergebracht seien, und vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr noch weitere Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Walluf unterzubringen seien, habe sich die Notwendigkeit ergeben, die ehrenamtlich Tätigen in ihrer Arbeit zu unterstützen.

„Das ehrenamtliche Engagement ist für uns nach wie vor unverzichtbar. Aber es muss auch darauf geachtet werden, dieses ausgeprägte Engagement nicht zu überfordern. Was hier geleistet wird, verdient unsere Anerkennung und Wertschätzung. Deshalb wollen wir die hier aktiv tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit hauptamtlich Tätigen unterstützen“, so der Wallufer Bürgermeister weiter.
Nach den allgemeinen Richtlinien, an den sich sowohl der Rheingau-Taunus-Kreis wie auch Anbieter professioneller Betreuungsdienste orientieren würden, werde ein Betreuungsschlüssel von einem hauptamtlichen Betreuer auf max. 90 zu betreuende Personen als notwendig angesehen. Vor diesem Hintergrund sei zu Deckung des derzeitigen Betreuungsdefizits die Schaffung einer hauptamtlichen Betreuung im Umfang von 20 Wochenstunden erforderlich.

Vor diesem Hintergrund sei mit den in der Region tätigen Anbietern von Betreuungsdienstleistungen, nämlich den Maltesern und dem Verein FRESKO e.V., wegen der Übernahmen der professionellen Betreuung Kontakt aufgenommen worden.

Beide Organisationen seien bereit und in der Lage gewesen, die Betreuung von zunächst 44 Personen im Rahmen einer Halbtagsbetreuung zu übernehmen. Der Betreuungsumfang mit 20 Wochenstunden werde zunächst bis 31.07.2016 erfolgen, da nach den derzeitigen Planungen voraussichtlich ab August 2016 zusätzliche Asylbewerberinnen und Asylbewerber in der geplanten Containerunterkunft im Gewerbegebiet aufzunehmen und zu betreuen seien. Nach der Belegung dieser kleinzelligen Gemeinschaftsunterkunft werde dann der Betreuungsbedarf neu zu ermitteln und zu vergeben sein.

„Nach Auswertung der vorliegenden Angebote hat der Gemeindevorstand entschieden, den Verein Fresko e.V., Verein für Bildungs- und Kulturarbeit, ab 01.04.2016 mit der hauptamtlichen Unterstützung bei der Betreuung der Flüchtlinge zu beauftragen“, so Bürgermeister Manfred Kohl.

Neben dem wirtschaftlicheren Angebot von FRESKO e. V. sei mitausschlaggebend gewesen, dass FRESKO e. V. auch sehr erfolgreich die Betreuung der in Eltville untergebrachten Asylbewerber/innen übernommen hätte und in vorbildlicher Weise durchführe. Sowohl von der Stadt Eltville als auch von der Polizeistation Eltville werde die Arbeit von und die Zusammenarbeit mit FRESKO e. V. sehr gelobt. Weiterhin gäbe es auch Querverbindungen zwischen den in Walluf ehrenamtlich tätigen Personen und FRESKO e. V, so zum Beispiel bei der Koordinierung des deutsch-Unterrichtes, so dass hier keine neuen Strukturen aufgebaut werden müssten.

Die Kosten für diese Betreuung würden aus den Mitteln, die der Rheingau-Taunus-Kreis der Gemeinde Walluf für die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber/innen zur Verfügung stelle, finanziert.

„Wir sind davon überzeugt, dass durch die hauptamtliche Unterstützung bei der Betreuung und die Koordinierung der ehrenamtlichen Aktivitäten auch weiterhin wichtige Hilfestellungen für die Asylbewerberinnen und Asylbewerber geleistet werden können. Allen, die uns hierbei helfen, gilt bereits heute schon unser herzlicher und aufrichtiger Dank. Die Menschen, die zu uns kommen, kommen aus unterschiedlichen Krisenregionen und haben Schlimmes erlebt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sie hier gut aufgenommen und integriert werden. Weiterhin müssen wir immer wieder im Hinterkopf haben, dass in diesem Jahr weitere Asylbewerber nach Walluf kommen werden“, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.






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