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13.6.2016

Eiche in Rheinanlage von Eichenprozessionsspinner erneut befallen

Aufgrund von Gesundheitsgefährdung erfolgte Sperrung dieses Bereiches
 
Aufgrund entsprechender Hinweise haben wir überprüft, ob die Eiche in der Rheinanlage vom Eichenprozessionsspinner befallen ist. Nach Inaugenscheinnahme hat sich bestätigt, dass dieser Baum wie bereits im vergangenen Jahr erneut befallen ist. Zur Vermeidung von akuten Gesundheitsgefährdungen werden wir diesen Bereich der Rheinanlage sofort sperren. Die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen werden kurzfristig in die Wege geleitet“, so der Wallufer Bürgermeister Manfred Kohl.

Bereits in der Vergangenheit habe es Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner im Rheingau gegeben. Im Bereich des Wallufer Rheinufers sei er im vergangenen Jahr erstmals aufgetaucht. Von diesen Raupen gehe eine akute Gesundheitsgefährdung aus. Zum einen über allergische Reaktionen auf der Haut, die aber wieder abklingen würden. Beim Einatmen der feinen Härchen, die diese Spinner abgeben, bestehe jedoch sofortiger Handlungsbedarf, da diese tief in die Atemorgane eindringen und starke allergische Reaktionen durch Eiweißgifte verursachen könnten. Daher müssten diese Raupen in vielen Städten schon flächendeckend bekämpft werden.

„Zur nachhaltigen Bekämpfung muss der Baum gespritzt und die Nester entfernt werden, die sonst nach dem Schlüpfen der Falter und auch nach der Bekämpfung herunterfallen und die Haare weiträumig abdriften und langanhaltende Schäden verursachen“, so Manfred Kohl.

Zur Vermeidung von Gesundheitsgefährdungen sei daher der Bereich sofort nach Bestätigung der Verdachtsmomente gesperrt worden. Die Tiere würden von Fachleuten beseitigt. Die Raupen ernährten sich von Eichen- oder Hainbuchenblättern und seien fast ausschließlich auf diesen Baumarten anzutreffen.

Wenn die Tiere beginnen würden, die Blätter der Wirtsbäume zu fressen, können sie durch ein kurz und gezielt wirkendes, für Menschen ungiftiges Präparat beseitigt werden. Bei dieser Behandlung werden die betroffenen Baumstandorte abgesperrt und dürfen für die Dauer der Maßnahme nicht betreten werden.

„In Anbetracht der Gesundheitsgefährdung durch diese Raupen war sofortiges Handeln angesagt. Vor diesem Hintergrund wird für die getroffenen Sofortmaßnahmen auch Verständnis bestehen. Auch andere infrage kommende Bäume werden untersucht werden“, so Bürgermeister Manfred Kohl abschließend.


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