WIRTSCHAFT

„Zehner auf Zukunftstour“: Landrat bei 15 Unternehmen im RTK mit Macher-Haltung


Vom Lebensmittellabor über KI-Robotik und digitale Serviceprozesse bis hin zu Weinbau, Handwerk und einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt: Bei der zweiten Auflage von „Zehner auf Zukunftstour“ geht es vier Tage lang um den direkten Austausch und die Stärkung der Wirtschaft im Rheingau-Taunus-Kreis. Landrat Sandro Zehner trifft Unternehmerinnen und Unternehmer dabei nicht am Schreibtisch oder im Konferenzraum, sondern direkt vor Ort, wo die Wirtschaftskraft im Landkreis entsteht und gelebt wird.

Für diese zweite Auflage haben der Landrat und die Wirtschaftsförderung des RTK gezielt Unternehmen ausgewählt, die Selbstwirksamkeit erzeugen. Gemeint sind Betriebe, die sich nicht über eine schwächelnde Wirtschaft oder eine vermeintlich zu langsame Verwaltung beklagen, sondern selbst lösungsorientiert handeln und sich fragen: Was kann ich tun, um die Herausforderungen vor Ort und darüber hinaus anzugehen? 

Landrat Sandro Zehner erklärt: „Wirtschaftliche Schwerpunkte verändern sich gerade global in hoher Geschwindigkeit und Dynamik. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises haben wir für diese zweite Auflage der Zukunftstour deshalb Unternehmerinnen und Unternehmer ausgesucht, die nicht auf bessere Zeiten warten, sondern die sich fragen: Was kann ich selbst tun, um die Herausforderungen in der lokalen, der regionalen und sogar der globalen Wirtschaft in Chancen zu wandeln? Das ist eine Haltung, auf die es jetzt ankommt. Von diesen Macherinnen und Machern möchte ich lernen, erfahren, was gut läuft und wo wir als Kreisverwaltung im Rahmen unserer Wirtschaftsförderung noch stärker unterstützen können. Denn stabile zukunftsfähige Unternehmen im Rheingau-Taunus-Kreis bedeuten wohnortnahe Arbeitsplätze und ermöglichen auch die finanzielle Unterstützung für Ehrenamt, Soziales oder Freizeit in den Kommunen.“

Die Zukunftstour startet am 29. Juni, findet an vier Tagen statt und deckt den gesamten Rheingau-Taunus-Kreis ab, vom Untertaunus über das Idsteiner Land bis in den Rheingau. Ausgearbeitet wurde sie von der Wirtschaftsförderung des RTK in Abstimmung mit den Kommunen. Ein zusätzlicher Tour-Tag mit Stationen in Lorch, Rüdesheim, Geisenheim und Eltville folgt am 30. September.

Die Stationen der Zukunftstour 2026 im Überblick:

29. Juni - Taunusstein, Waldems und Idstein

Den Auftakt macht das SGS Institut Fresenius in Taunusstein, wo Lebensmittel und Produkte, unter anderem Mineralwässer, geprüft werden. Weiter geht es zum Kreuzhecker Hof in Waldems, einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Hofladen, Veranstaltungsraum und Regiomaten. In Idstein zeigt die 

Flora-Apotheke im Medimed, wie man sich mit einem kundenfreundlichen Serviceangebot bewusst gegen den reinen Online-Handel positioniert. Den Tagesabschluss bildet die Serviceware SE, ein international tätiges Software- und Beratungsunternehmen für Enterprise Service Management und die Digitalisierung moderner, KI-gestützter Serviceprozesse.

30. Juni - Oestrich-Winkel, Eltville, Kiedrich und Walluf

Im Weingut Dr. Corvers-Kauter in Oestrich-Winkel steht die Besichtigung der neuen Kelterei auf dem Programm, gefolgt von einem Besuch der EBS-University mit Campus-Rundgang. In Eltville geht es zur Iflinger Schlosserei und Stahlbau e. K., in Kiedrich zur Waldmühle Rheingau, einer Eventlocation mit innovativen Dinnerformaten. Den Abschluss des Tages bildet in Walluf das LEADER-geförderte Haus am Drobollacher Platz.

1. Juli - Schlangenbad, Bad Schwalbach und Heidenrod

In Schlangenbad informiert sich der Landrat bei der Sticht Technologies GmbH, einem international tätigen Automotive-Produzenten mit Hochleistungsautomation und Serienproduktion. In Bad Schwalbach folgt das Physiotherapiezentrum Remmers mit Mineralheilbädern, Moorpackungen und physiotherapeutischen Angeboten. In Heidenrod wird die prämierte Ziegenkäserei Ziegenhof Tönges mit eigenen Milchziegen besucht.

2. Juli - Hohenstein, Aarbergen und Hünstetten

Das Deep-Tech-Start-up Symbiosika GmbH aus Hohenstein stellt seine Arbeit im Bereich KI-Robotik vor. In Aarbergen rückt mit dem Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Hof Grüner Winkel“ der demografische Wandel in den Mittelpunkt, also die Frage, wie wir morgen und übermorgen leben und arbeiten. Den Abschluss der vier Tourtage bildet die Track Forward GmbH aus Hünstetten, ein Start-up im Bereich der Schienendigitalisierung mit Radsatz- und Asset-Management.

„Wie vielfältig die Wirtschaft im Rheingau-Taunus-Kreis ist, zeigt allein der Blick auf dieses Programm“, betont Landrat Sandro Zehner abschließend. „Vom Hidden Champion über umsatzstarke Unternehmen bis zum Handwerk mit starkem Ausbildungsfokus und jungen Start-ups: Sie alle stärken unseren Standort nachhaltig. Für mich ist es äußerst wertvoll, direkt von den Menschen vor Ort zu hören, wo der Schuh drückt und wo wir noch besser unterstützen können. Die Wirtschaftsförderungsstrategie des RTK haben wir im vergangenen Jahr grundlegend neu aufgestellt und setzen diese nun gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft sukzessive um. So positionieren wir den Rheingau-Taunus-Kreis nicht nur als schönsten Landkreis überhaupt, sondern auch als starken Wirtschaftsstandort in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.“

Mehr Informationen zur Wirtschaftsförderung des RTK: 

www.rheingau-taunus.de/wirtschaft-strategie-rtk/